OTC - Over The Counter
Der Begriff OTC ist die Abkürzung für "over the counter". Damit sind vor allem Termin-Geschäfte gemeint, die zwei Parteien abschließen, ohne daß eine Börse zwischengeschaltet ist. Das Risiko ist bei solchen Geschäften besonders hoch.
Anders als bei Terminkontrakten, die über die Börse abgewickelt werden, ist hierbei nicht sichergestellt, daß die Gegenpartei die eingegangene Verpflichtung auch einhalten kann. Es fehlt in der Regel vor allem die Einschuss- und die Nachschusspflicht, also die Initial Margin oder der Margin-Call. Außerdem sind OTC-Kontrakte oft nicht genügend liquide.
Es gibt viele Beispiele für fehlgeschlagene Geschäfte und Beinahe-Pleiten. Im Jahr 1998 war der bis dahin erfolgreiche LTCM-Hedge Fund betroffen. Nur durch eine internationale Rettungsaktion konnte ein Zusammenbruch verhindert werden. Ein weiterer Nachteil bei OTC-Geschäften ist, daß sie nicht den üblichen Börsenregeln unterliegen. So sind Insidergeschäfte nicht strafbar, weil sie nicht über die Börse abgewickelt werden.
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